Erkrankungen der kleinen Atemwege umfassen verschiedene entzündliche und fibrotische Lungenpathologien, die gemeinsam als "small airways diseases" bekannt sind. Die Diagnose von Erkrankungen der kleinen Atemwege umfasst mehrere bildgebende Verfahren, darunter die hochauflösende Computertomographie (HRCT) und konventionelle Röntgen-Thorax-Aufnahmen. Alternativ bietet die Magnetresonanztomographie (MRT) der Lunge eine einzigartige Kombination aus morphologischen und funktionellen Informationen. Zusätzlich spielen klinische Befunde und histologische Analysen eine entscheidende Rolle für eine genaue Diagnose. Diese Arbeit gibt einen Überblick über die bildgebenden Modalitäten, die für die Diagnose von Erkrankungen der kleinen Atemwege relevant sind. Es erfolgte die Auswertung der Literatur zu Erkrankungen der kleinen Atemwege. Die Anwendung von bildgebenden Verfahren wie HRCT und MRT ermöglicht eine präzise anatomische Beurteilung. Spezielle CT(Computertomographie)-Techniken wie minimale Intensitätsprojektion (MinIP) und maximale Intensitätsprojektion (MIP) ermöglichen die Visualisierung spezifischer Pathologien. Allerdings wird eine wiederholte und häufige Anwendung von CT durch die Strahlenbelastung eingeschränkt. MRT hingegen ist in der Lage, morphologische und funktionelle Informationen ohne Strahlenbelastung zu generieren, jedoch auf Kosten von Zeit und reduzierter räumlicher Auflösung. Neue Methoden wie die MRT mit hyperpolarisiertem 129Xe-Gas zusammen mit nicht kontrastmittelverstärkter Belüftungs- und perfusionsgewichteter MRT aus zeitlich aufgelösten Aufnahmen befinden sich derzeit in der Entwicklungsphase und könnten bald für die klinische Anwendung verfügbar sein. Bei Verdacht auf Erkrankungen der kleinen Atemwege ist die geeignete Diagnostik mittels HRCT unerlässlich. Zukünftige Entwicklungen, neue Technologien und integrative Ansätze sind erforderlich, um die Genauigkeit und Effizienz der Diagnose weiter zu verbessern.
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