Zusammenfassung Hintergrund Die meisten, jedoch nicht alle Patienten mit inoperablem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem kutanem Plattenepithelkarzinom (cSCC) profitieren von Cemiplimab. Ziel unserer Studie war es, klinische und histopathologische Merkmale zu identifizieren, die das Ansprechen auf Cemiplimab vorhersagen. Patienten und Methodik Wir analysierten 15 mit Cemiplimab behandelte Patienten hinsichtlich klinischer, demografischer, histopathologischer und immunhistochemischer Merkmale und korrelierten diese mit dem Ansprechen auf die Behandlung. Darüber hinaus wurde die Wirksamkeit und Sicherheit der Immun‐Checkpoint‐Therapie in unserer Kohorte bewertet. Ergebnisse Unsere Kohorte umfasste 12 Männer und 3 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 78,1 Jahren. Die Mehrzahl der Tumoren (66,7%) befand sich im Kopf‐ und Halsbereich. Die Behandlung war insgesamt gut verträglich, mit nur einer Kolitis Grad 3. Es gab keinen Zusammenhang zwischen immunbedingten unerwünschten Ereignissen und dem Ansprechen auf die Behandlung. Non‐Responder waren im Durchschnitt jünger (69,4 vs. 82,5 Jahre). Eine Vorgeschichte von hämatologischen Malignomen korrelierte mit schlechterem Ansprechen. Hohe Mitoserate, schlechter Tumordifferenzierungsgrad, hohe Vimentin‐ und p53‐ sowie geringe E‐Cadherin‐Expression waren mit schlechterem Ansprechen verbunden. Umgekehrt korrelierten höhere Dichte intratumoraler Entzündungsinfiltrate, nekrotische Bereiche und schwächere immunhistochemische Expression von Mismatch‐Reparatur‐Proteinen mit besserem Ansprechen. Schlussfolgerungen Cemiplimab ist eine sichere und wirksame Therapie, insbesondere bei älteren Patienten. Bei gut differenzierten Tumoren mit niedrigem Proliferationsindex, intratumoralem Entzündungsinfiltrat und Tumornekrose kann ein besseres klinisches Ansprechen vorhergesagt werden.
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